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Den Haag, 24.03.2026

Europol verstärkt sein Instrumentarium im Kampf gegen Schleusernetzwerke

Europol verstärkt sein Instrumentarium im Kampf gegen Schleusernetzwerke
Am 24. März gab Europol die Eröffnung eines Europäischen Zentrums zur Bekämpfung des Migrantenschmuggels (ECAMS) bekannt, einer neuen Einrichtung, die sich dem Kampf gegen kriminelle Netzwerke widmet, die am Migrantenschmuggel und am Menschenhandel beteiligt sind. Dieses Zentrum soll die operative Koordinierung, die Datenanalyse und den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten sowie mit anderen europäischen Behörden stärken, um grenzüberschreitende Netzwerke zu zerschlagen.

Nach Angaben der UNO haben 90 % der irregulären Migranten, die in die Union gelangt sind, die Dienste von Schleusern in Anspruch genommen, die damit jährlich Gewinne zwischen 4,7 und 6 Milliarden Euro erzielen. Diese Initiative ist Teil eines umfassenderen Vorhabens zur Stärkung der Rolle von Europol im Einklang mit den europäischen Abkommen, wodurch die Behörde mehr Mittel und eine größere Legitimität im Kampf gegen diese kriminelle Geißel erhält.

Dieses Zentrum, das sich an vier Leitprinzipien orientiert (datengestützte Erkenntnisse, Nähe zu den Ermittlungen vor Ort, internationale Zusammenarbeit und Zerschlagung krimineller Netzwerke), stärkte die Unterstützung für die EU-Mitgliedstaaten.
Die Einrichtung dieses Fachzentrums wird durch die sich wandelnden operativen, strategischen und strukturellen Anforderungen vorangetrieben, die sich aus dem erweiterten Mandat von Europol zur Intensivierung der Bemühungen gegen Menschenschmuggel ergeben. Dieses Zentrum wird die Unterstützung der Mitgliedstaaten durch Europol stärken, indem es sich an vier Leitprinzipien orientiert: Nutzung datengestützter Erkenntnisse, enge Anbindung an die Ermittlungen vor Ort, Förderung der internationalen Zusammenarbeit und konsequente Zerschlagung krimineller Netzwerke.

Hauptziele
ECAMS leistet den EU-Mitgliedstaaten operative, technische und forensische Unterstützung mit Schwerpunkt auf der Zerschlagung hochriskanter Schleusernetzwerke. Die Abteilung verfügt über maßgeschneiderte Kapazitäten, um den operativen Anforderungen der Mitgliedstaaten bei der Unterstützung von Ermittlungen gerecht zu werden, darunter:
• Unterstützung datengestützter Ermittlungen
• OSINT-Fachwissen
• Fachwissen im Bereich der operativen Analyse
• Strategische und operative Öffentlichkeitsarbeit (Interessengruppenmanagement und Einsatzkapazitäten)

(Quelle: Europol)